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Stefan Schuck: Laufbahn - Arbeitsschwerpunkte - Tätigkeit - Uraufführungen

Bild Schuck

Stefan Schuck wurde 1963 in Aschaffenburg geboren. An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main studierte er zunächst Kirchenmusik und anschließend Chor- und Orchester-Dirigieren bei Uwe Gronostay sowie bei Jiri Starek. Ein Studienaufenthalt in Schweden ermöglichte ihm einen intensiven künstlerischen Austausch mit Eric Ericsson.




Künstlerische Laufbahn und Lehrtätigkeit

Von 1989 bis 1994 arbeitete Schuck als Assistent beim Philharmonischen Chor Berlin. Gleichzeitig begann Stefan Schucks Lehrtätigkeit im Fach Chorleitung an der Universität der Künste Berlin; von 1992 bis 1997 wirkte er dort als künstlerischer Mitarbeiter von Prof. Uwe Gronostay. Seit 1998 ist Schuck Professor für Chor- und Orchesterleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg.

Arbeitsschwerpunkte

elementare Chorpädagogik: Auch der Laiennchor trägt künstlerische Verantwortung. Auf der Basis einer orchestral gültigen Schlagtechnik vermittelt Schuck seinen Studierenden Methoden der Chorerziehung, die bereits auf elementaren Ebenen ansetzt.
Chorliteraturkunde: Schuck hat es sich zum Ziel gesetzt, vor allem vergessene und vernachlässigte Werke der Chorliteratur zu erschließen und herauszugeben. Dabei bedient er sich moderner Medien. Schuck ist Sekretär der internationalen Chormusikdatenbank "Musica International"
Zeitgenössische Musik: Mit Uraufführungen und Auftragskompositionen – auch mit Studierenden und Laienchören – hat es sich Schuck zum Ziel gesetzt, die Scheu vor dem Neuen abzubauen und so Sängern und Publikum einen Zugang zu dieser Musik zu schaffen.

Chorleitertätigkeit und Kooperationen

Seit 1992 leitet Stefan Schuck den Hugo-Distler-Chor Berlin. 1997 gründete er als Kirchenmusiker der Kirche Am Hohenzollernplatz in Berlin-Wilmersdorf das Solistenensemble der Kirche Am Hohenzollernplatz. Daraus ging 2004 das professionelle Ensemble sirventes berlin hervor.

Schuck hat mit zahlreichen professionellen Chören zusammengearbeitet, u.a. mit dem Niederländischen Kammerchor Amsterdam, dem Kölner Rundfunkchor, dem Berliner Rundfunkchor und dem SWR-Vokalensemble Stuttgart.

Seine Chor- und Orgelkonzerte wurden u.a. im Deutschlandradio und im Südwestrundfunk übertragen.

Uraufführungen

Hans Schanderl: Zarathustra (Berlin, 2005, mit dem Hugo-Distler-Chor Berlin)
Dieter Schnebel: Aschermittwochsmusik (Stuttgart-Hohenheim 2005 im Rahmen der "Cantio Nova")
Joseph Dorfman: „…dass sie leben“ (Berlin, 2003, mit sirventes berlin, damaliger Name: Solistenensemble der Kirche Am Hohenzollernplatz)
Isabel Mundry: „Fluxus“ (Rottenburg, 2001, Hochschulchor, im Rahmen der "Cantio Nova")
Martin Smolka: „O Formosa“ (Rottenburg, 2001, Hochschulchor, im Rahmen der "Cantio Nova")

Auszeichnungen

1998 wurde Stefan Schuck der Hans-Joachim-Erhard-Gedächtnispreis der Stadt Aschaffenburg verliehen. Für sein Engagement als Projektleiter des interkulturellen und interdisziplinären Projektes „…dass sie leben“ erhielt er 2004 den Förderpreis des Kulturförderkreis Singen-Hegau e.V..