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sirventes berlin ist ab sofort jeden Samstag um 12.00 in der Kirche Am Hohenzollernplatz zu hören.
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Leonhard Lechner zählt zu den bedeutendsten und interessantesten
Komponisten der Spätrenaissance. In seinen kunstvollen Vokalkompositionen
verbindet er subtile Madrigalismen, kühne Harmonik, formvollendete
Polyphonie und phantasievolle mehrchörige Techniken zu einem
höchst individuellen Stil. Trotz seiner zentralen Rolle in
der Musikgeschichte und seines sind heute fast ausschließlich
seine „Neuen Teutschen Lieder“ und seine „Sprüche
von Leben und Tod“ bekannt. Der Rest seine großartigen
Oeuvres ist so gut wie nie in Konzerten zu hören.
Das Programm
Anlässlich
seines 400. Todestages am 9. September 2006 plant sirventes
berlin die Produktion der letzten publizierten geistlichen Werke
Leonhard Lechners: die sechsstimmigen „Septem
psalmi poenitentiales“ („Bußpsalmen“),
die in der gleichen Sammlung 1587 veröffentlichten bis zu
achtzehnstimmigen (!) Psalmmotetten und schließlich die groß angelegte
dreichörige Hochzeitsmotette „Quid Chaos“. Diese
Werke, in denen jede Stimme solistisch besetzt ist, legen ein eindringliches
Zeugnis ab von der einzigartigen kulturellen Hochblüte im
Süddeutschland der Spätrenaissance. Das abwechslungsreiche
Programm fasziniert vor allem durch den lebendigen Kontrast zwischen
den intim besetzten „Bußpsalmen“ einerseits und
der räumlichen Wirkung der mehrchörigen Hochzeits- und
Psalmmotetten andererseits. Zum Lechner-Jahr 2006 soll dieses Programm
in Konzerten aufgeführt werden. Außerdem werden diese
Werke von sirventes erstmals für CD aufgenommen.